Häufig gestellte Fragen


Herzlich willkommen bei der Hundeschule Sinsheim

Eine Hundeschule zu finden, die den eigenen Zielen und Ausbildungsvorstellungen entspricht, wird mit dem steigenden Angebot immer schwieriger.

Daher hoffe ich, dass durch die Beantwortung häufig gestellter Fragen es mir möglich sein wird, Ihnen meine Ausbildungsart aufzuzeigen und würde mich freuen, Ihnen dadurch eine erste Entscheidungshilfe zu geben.

Hier finden Sie Antworten auf folgende Fragen:


1.Wie läuft der Einstieg in Ihre Hundeschule normalerweise ab?

Vor dem Einstieg in einen Welpen- oder Erziehungskurs findet immer ein Vorgespräch statt.
Jedes Hund-Mensch-Team ist einmalig und genau so muss es auch behandelt werden.
Jeder startet mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen, hat andere Probleme und Ziele und auch völlig andere Lebensumstände. Dies gilt es immer wieder neu zu berücksichtigen und ist auch für den Trainingsablauf ganz entscheidend. Denn Hundeerziehung kann nur dann erfolgreich sein, wenn das Erziehungskonzept immer auf das jeweilige Hund-Mensch-Team individuell abgestimmt wird.
Darüber hinaus sollten Sie Ihren zukünftigen Trainer in Ruhe kennenlernen und anstehende Fragen ausführlich beantwortet werden.
Im Weiteren kann in diesen Erstgesprächen auch beurteilt werden, welche Hunde am besten in einer Gruppe miteinander harmonieren würden.
Am Ende des Gesprächs wird noch der zeitliche Faktor berücksichtigt. Hierbei sollte der Kunde wenn möglich 2 Tage benennen, an denen er an einem Kurs teilnehmen könnte. Ich versuche mich auch in diesem Bereich soweit als möglich an den Wünschen des Kunden zu orientieren.


2. Wie viele Hunde/Welpen nehmen Sie in Ihre Gruppen auf?

Die Gruppengröße und Zusammenstellung sind ein sehr entscheidender Faktor für den Erfolg und das Wohlfühlklima von Hund und Mensch. Eine Gruppe sollte niemals mehr als maximal 5 Teams beinhalten.
Ich gehe hier aber manchmal sogar noch einen Schritt weiter und arbeite oft nur mit 2 bis 4 Mensch-Hund-Teams, damit die Einstiegsvoraussetzungen für den Einzelnen so optimal wie möglich gestaltet werden und das Leistungsniveau sinnvoll zusammen passt.


3. Nach welcher Methode arbeiten Sie?

Es gibt mit großer Sicherheit nicht DIE METHODE, die auf alle Hunde und jeden Menschen in gleicher Weise und in jeder Situation anwendbar ist. Aber es gibt wissenschaftlich belegte Lerngrundsätze die z.B. aufzeigen, dass das Lernen über Ruhe und einen hohen Motivationsfaktor – der letztendlich natürlich auch Spaß macht – jeder anderen Ausbildungsmethode bei weitem überlegen ist. Und dieser Lernansatz sollte JEDER METHODE erstmal zugrunde liegen.
Daher ist es keine Frage, dass die Ausbildung und Beschäftigung über die Nahrungskette, die bei den meisten Hunden ein sehr hohes Motivationspotential darstellt, zielgerichtet genutzt werden sollte.
Um allerdings erfolgreich über Futter zu arbeiten ist es von größter Bedeutung, wie dem Hund das Futter gegeben wird, als Belohnung oder als Lockmittel. Hier finden sich immer wieder Gegner dieses Ausbildungsansatzes („Leckerli-Methode“), die diese wesentliche Unterscheidung im Arbeitsaufbau nicht nachvollziehen können. Doch diese Differenzierung entscheidet gravierend über Erfolg oder Misserfolg in der Ausbildung. Auch wir Menschen leben nach dem Belohnungsprinzip, wir tun letztendlich nur etwas, wenn es sich tatsächlich für uns lohnt – wobei die Belohnung natürlich sehr unterschiedlich aussehen kann und nicht nur z.B. nach finanziellen Gesichtspunkten ausgerichtet ist!

Darüber hinaus arbeite ich intensiv mit dem Einsatz von Stimme, Geräuschen Körpersprache und Bewegung. Durch diese Form der (teilweise auch non-verbalen) Kommunikation ist der Hundebesitzer in der Lage sich seinem Hund deutlich verständlich zu machen, und kann damit richtiges Verhalten einleiten und positiv verstärken, aber auch falsches Verhalten abstoppen (Abbruchsignal) und dadurch klare Grenzen aufzeigen – ganz so wie die natürliche Kommunikation zwischen Hunden untereinander ebenfalls ablaufen würde.

Im Weiteren versuchen wir den Hundebesitzern Möglichkeiten an die Hand zu geben, wie sie ihre Hunde interessant und abwechslungsreich bei den täglichen Spaziergängen beschäftigen können. Die Beschäftigung des Hundes über ein ausgelassenes, aber trotzdem kontrolliertes Spiel sowie die geistige Beschäftigung halte ich für einen wichtigen Baustein in einer intakten und von gegenseitigem Vertrauen geprägten Hund-Mensch-Beziehung und eine tragende Säule für einen gut funktionierenden Gehorsam.
Doch gerade dieser Gehorsam (wie z.B. Herankommen, Leinenführigkeit, Blickkontakt aufbauen, verschiedene Bleib-Übungen etc.) funktioniert weitaus besser und sicherer, wenn er vorab über Ruhe und klare Signale, aber auch mit Motivation und Spaß aufgebaut wird. Auch hier unterscheiden sich Hunde recht wenig von uns Menschen, denn wir lernen auch grundsätzlich lieber in einer ruhigen, freundlichen Atmosphäre und mit einem Anleiter, der es versteht über Motivation und Spaß Informationen weiterzugeben, denn unter diesen Lernbedingungen haftet das Gelernte oft auch noch Jahre später und wir rufen es uns immer wieder gerne ins Gedächtnis!


4. Gibt es reine Welpen-Spielgruppen oder wie laufen Ihre Welpen-Gruppen ab?

So nett solche Treffen für Außenstehende oft anzuschauen sind, sollte man sie meiner Erfahrung nach doch sehr kritisch betrachten, denn in den wenigsten Fällen harmonieren die Welpen tatsächlich von Anfang an optimal miteinander.
Viele solcher Welpen zeigen Angst- und/oder Überforderungstendenzen und fühlen sich von ihrem Sozialpartner Mensch weder verstanden noch beschützt. Aber auch Welpen die mit viel Robustheit gesegnet sind, erfahren oft nicht die richtige Spielstrukturierung. Beides kann für die Zukunft mehr schädlich als nützlich sein.
Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass der Mensch immer weiter in den Hintergrund des Interesses seines Welpen gedrängt wird. Dies bedeutet unter Umständen, dass andere Hunde für den Kleinen einen zu großen Stellenwert einnehmen könnten. Das kann letztendlich soweit führen, dass es kein Halten mehr für die Hunde gibt, sobald sie auch nur von weitem einen Artgenossen sehen.
Daher sind meine Welpenkurse so ausgerichtet, dass sich erst mal der Hundebesitzer mit seinem kleinen Welpen aktiv auseinandersetzt und beschäftigt.
Verschiedene Formen leichterer Beschäftigung wechseln sich ab mit spielerisch aufgebauten Kommunikations- und Gehorsamsübungen wie Blickkontakt aufnehmen, Herankommen, Leinenführigkeit sowie unterschiedlichen Bleib-Übungen.
Durch einen so aufgebauten Ablauf orientiert sich der Welpe in hohem Maße an seinem Besitzer und wir legen die Basis für einen zuverlässigen, freudig motivierten und auf seinen Menschen konzentrierten Familienhund.
Am Ende der Stunde werden dann die Welpen ruhig zusammengeführt, wobei Hundebesitzer und Trainer aktiv in diese erste Kontaktaufnahme mit einbezogen werden. In einer so strukturierten Kontaktaufnahme lernen ängstliche, unsichere Welpen, dass Menschen verlässliche Sozialpartner sind die sie beschützen und im Gegenzug müssen aktive, robuste Welpen lernen sich auch mal zurückzunehmen. Sind sich die Welpen in der Gruppe sehr ähnlich/ebenbürtig in körperlicher wie mentaler Hinsicht, steht einem ungehinderten Freispiel sicherlich nichts im Weg – aber hier lohnt es sich auf jeden Fall genau hinzuschauen, denn hier wird der Grundstein für die Zukunft gelegt!


5. Was wird in den Erziehungskursen gemacht?

Mein Wunschziel ist der zuverlässige, freudig motivierte und auf seinen Menschen konzentrierte Familienhund.
Das ist mit ein paar Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Fuß“, „Hier“ nicht zu schaffen!
Das hochsoziale und intelligente Wesen HUND erwartet da schon etwas mehr von uns.
In den Kursen sollte daher der gewünschte Gehorsam (Leinenführigkeit, Herankommen, verschiedene Bleib-Übungen etc.) immer mit hoher Motivation und spielerisch aufgebaut werden. Daher werden diese Gehorsams-Übungen sinnvoll mit einem attraktiven Beschäftigungsangebot gekoppelt. Der Gehorsam wird dadurch ein Teil des attraktiven Spiels und mit größter Sicherheit immer wieder zuverlässig gezeigt!
Denn ich möchte gerne mit Ihnen zusammen erreichen, dass es bei einem „Rückruf“ des Hundes nicht heißt der Hund m u s s kommen, es sollte heißen der Hund w i l l kommen.

Trotzdem wird es mit großer Sicherheit Situation geben, in denen der Hund nicht bereit ist mit seinem Menschen zu kooperieren.
Hier wird Ihnen bereits in der Einzelstunde durch genaues Beobachten von Hund, Situation und Reaktion vermittelt, wie Sie – abgestimmt auf das Wesen und die Entwicklung Ihres Hundes –darauf reagieren sollten und wie Sie Fehlverhalten in den Ansätzen frühzeitig korrigieren bzw. abbrechen können.


6. Arbeiten Sie auch mit Strafe oder Gewalt?

NEIN!
Es sollte zwischenzeitlich jedem Hundetrainer bekannt sein, welche Gefahren sich daraus entwickeln können. Bei starken Strafreizen kann es zu Meideverhalten, extremem Angstgefühl und eventuell sogar zu Gegenaggressionen kommen. Darüber hinaus können negative Verknüpfungen beim Hund entstehen, die mit der unangenehmen Situation/Strafe in Verbindung gebracht werden (z.B. mitanwesende Kinder, bestimmte Personen, andere Tiere könnten dann als negativ/bedrohlich eingestuft werden) und schnell kann, anstatt das bestehende Problem zu lösen, ein neues Problem entstanden sein.
Durch körperliche Gewalt im Training oder in der Hund-Mensch-Beziehung würden wir Menschen in den Augen des Hundes nur an Ansehen und Achtung verlieren!
Auch der sogenannte „Alphawurf“, Schnauzengriff oder ähnliche Vorgehensweisen sind unter den o.g. Ausführungen sehr kritisch zu sehen.
Sinnvoller ist nach meiner Erfahrung (neben den bereits voran angeführten methodischen Ansätzen) die ruhige, freundliche Ausstrahlung des Hundebesitzers sowie die Wahrnehmung und Beobachtung des Menschen zu schulen (z.B. wann zeigt der Hund bereits erste Anzeichen von Stress/Angst/Aggression), so dass damit bereits im Ansatz Probleme erkannt werden und frühzeitig entsprechende ruhige Strategien ergriffen werden können.


7. Wo trainieren Sie?

Die Hundeschule verfügt über 3 Wiesenstücke in Steinsfurt die ich sporadisch oder im Wechsel nutze.
Gerne trainiere ich aber an ganz unterschiedlichen Plätzen, so dass das Lernen auch mit gewissen Reizen gekoppelt werden kann. Diese Reize (verschiedene Menschen, andere Hunde, Autos, Traktoren, Fahrradfahrer, Inliner, Jogger….) werden dann durch meine Art des positiven und hoch motivierten Trainings als angenehm und normal für den Hund in seiner „geistigen Welt“ hinterlegt und machen ihm dadurch im Alltag keine Probleme mehr.
Ein sinnvoller Treffpunkt, hängt dann aber letztendlich ganz entscheidend vom Ausbildungsstand der Hunde ab und wird in den Gruppen geklärt.


8. Muss ich bei Ihnen unbedingt mit dem „Clicker“ arbeiten?

Ein MUSS gibt es nicht in meiner Hundeschule, aber ich versuche die Hundebesitzer von den Vorteilen eines positiv konditionierten Verstärkers zu überzeugen (wie z.B. dem Clicker = ein kleines „Gerät“ ähnlich wie früher die Knackfrösche für Kinder und ist in jedem Fachhandel erhältlich. Alternativ bzw. parallel kann auch über ein „Markerwort“ gearbeitet werden.). Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Hunde über ein solches Markierungssignal/-geräusch/-wort (Clicker/markantes Wort) deutlich besser und schneller lernen und dabei noch eine höhere Motivation bei der Arbeit/Beschäftigung zeigen, da sie ihr „Ziel“ kennen – das heißt in diesem Fall, das Geräusch/Click oder das hochbesetzte Markerwort.
Darüber hinaus kann der/das Clicker/Markerwort auch bei Problemen verschiedenster Art (Aggression, Ängstlichkeit etc.) geschickt und erfolgreich eingesetzt werden.


9. Bieten Sie auch Gerätearbeit wie z.B. Agility an?

Die Arbeit an Geräten die eine sportliche Zielrichtung haben, sollten meiner Meinung nach den Hundesportvereinen vorbehalten bleiben.
Für das kommende Jahr sind einfache Geräte angedacht, die allerdings eher als ein physiotherapeutischer Ansatz gedacht sind. Da es doch zunehmend mehr Hunde mit Problemen an Gliedmaßen und Rücken gibt und man hier prophylaktisch bei anatomischen Schwachstellen tätig werden könnte.


10. Wann sind bei Ihnen die Kurszeiten bzw. Kurstage?

Ich orientiere mich bei der Kurszeitengestaltung weitgehend an den Bedürfnissen der Hundebesitzer. Daher wird in den Vorgesprächen bereits abgeklärt, an welchen Tagen der Hundebesitzer es zeitlich einrichten kann, was auch in den meisten Fällen ohne große organisatorische Probleme umsetzbar ist.


 

Die Liste der Fragen/Antworten könnte sicherlich noch länger sein – und wird es eventuell auch in den nächsten Monaten.

Aktuell würde ich mir wünschen, dass Sie sich durch die Beantwortung der bisherigen Fragen, doch einen ersten Eindruck von mir und meinem Umgang mit den Hunden machen konnten und mich daher sehr freuen, wenn Sie Kontakt mit mir aufnehmen, um noch weitere sicherlich ebenso interessante und spannende Fragen zu erörtern.

Sie erreichen mich unter:
(07261) 4855 (hier sprechen Sie leider oft mit dem Anrufbeantworter, da ich doch viel unterwegs bin)
oder Mobil (0171) 217 90 74

Hier an dieser Stelle erstmal ganz herzlichen Dank für Ihr Interesse an meiner Tätigkeit mit Hunden und ganz
liebe Grüße – Ihre Andrea Bechtel-Fuchs