Philosophie


Die Ausbildung und Erziehung eines Hundes kann nie nur auf den einfachen Grundgehorsam beschränkt sein, aber genau so wenig kann man einfach an einzelnen bzw. speziellen Problemen etwas „herumdoktern“.

Die Erziehung und Ausbildung muss systematisch, zielgerichtet, ruhig und artgerecht aufgebaut werden.

Das Erlernen und Ausführen einzelner „Befehle“ kann nicht als Erziehung betrachtet werden und wird mit Sicherheit nie wirklich funktionieren.
Sicher gibt es immer wieder Menschen die meinen, dass der Hund ein reiner Befehlsempfänger sei und auch ohne Motivation (z. B. Futter) die Befehle des Menschen freudig und sofort auszuführen hätte, und sollte er es einmal nicht tun, dann kann das für den Hund eventuell ganz schön unangenehm werden.
Da Sie meine Seite besuchen und nun auch bis hierher gelesen haben, gehe ich davon aus, dass Sie eine solche Ausbildungsmethode nicht durchführen möchten und Sie mehr von der Beziehung zwischen Hund und Mensch erwarten und entsprechend auch bereit sind, andere Erziehungswege mit Ihrem Hund zu gehen.
Deshalb freue ich mich Ihnen nachfolgend meine Ausbildungsarbeit vorstellen zu dürfen.
Diese Ausbildungsarbeit basiert im wesentlichen auf 3 Säulen:

  • Beschäftigung

    Der Hund benötigt in unserer, ihm – zumindest anfänglich – völlig fremden Welt eine artgerechte, harmonisierende und auslastende Form der Beschäftigung.
    Wenn wir ihm diese Form der Beschäftigung vorenthalten bzw. nicht anbieten, wird er sich auf alle Fälle – je nach Temperament, Wesen und Veranlagung – seine eigenen Beschäftigungsvarianten suchen (z. B. Jagen unterschiedlicher Objekte (= Wild, Jogger, Fahrradfahrer, Auto etc.), Weglaufen, Buddeln, übermäßiges Bellen, Aggressionen etc.), dass diese Beschäftigungsvarianten meist von unserer Umwelt nicht besonders geschätzt sind, ist sicher verständlich.
    Darüber hinaus kann eine permanente Unterforderung des Hundes einen erhöhten Stresspegel verursachen, der im weiteren Verlauf eventuell sogar zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
    Artgerechte, harmonisierende und auslastende Beschäftigungsformen wie z. B. Nasenarbeit, Dog-Dancing oder Dummy-Training, sind wesentliche Bestandteile aller Kurse, sowohl bei den Welpen als auch bei den erwachsenen Hunden.

  • Ausbildung des Hundebesitzers

    Theoretisches Hintergrundwissen sind unverzichtbare Bausteine bei der Hundeausbildung: Wie lernt der Hund? Wie kann ich ihn motivieren? Wie wird Futter richtig eingesetzt? Wie kann ich meinen Hund richtig „lesen“, damit wir beide uns verstehen? Was sind Beschwichtigungssignale und wie muss man darauf reagieren?
    Ein weiterer unverzichtbarer Faktor ist das gute Management des Hundeführers, damit dieser souverän handeln kann. Vorausschauend zu agieren erspart viel Ärger – auch mit unseren Mitmenschen.
    Dieses vorausschauende Handeln ist ein wichtiger Punkt dieser 2. Säule, so können bereits im Vorfeld Fehler vermieden werden.
    Hier wird dem Hundeführer – sowohl in den Kursen als auch beim Einzeltraining – entsprechende Hilfestellungen gegeben, so dass dieser sehr schnell erkennt, wie er das Training – auch zu Hause und ohne den Trainer – sinnvoll gestalten kann.
    Weiter sollte dem Hundebesitzer die Wichtigkeit der richtigen Körpersprache sowie der leisen und ruhigen Stimmführung verdeutlicht werden.
    Über die Körpersprache werden unbewusst zahlreiche Fehlinformationen an den Hund weitergegeben, die dieser oftmals als bedrohlich einstuft.
    Bei der Stimmführung kann man oft feststellen, dass diese – mit ausbleibendem Gehorsam des Hundes – immer lauter wird, dies wiederum hat aber in der Regel einen Autoritätsverlust des Menschen zur Folge und ist nicht dafür geeignet, Gehorsam vom Hund einzufordern. Hier Fehler zu vermeiden, ist ein ungemein wichtiger Aspekt in der Hundeerziehung.

  • Grundgehorsam

    Sie beinhaltet den traditionellen Grundgehorsam, wie Leinenführigkeit, Fuß gehen, Sitz-, Platz und Stehübungen unter verschiedenen Ablenkungsvarianten sowie das sichere Herankommen.

    Diese Übungen werden ausschließlich über positive Verstärkung erarbeitet, d. h. mit Futter und Clickertraining.

    Um hierbei die Motivation des Hundes zu erhalten bzw. immer wieder neu zu entfachen, werden verschiedene Geräte in die Gehorsamsübungen eingebaut, die der Hund bereits im Vorfeld kennen gelernt hatte.
    So entsteht weder beim Hund noch beim Besitzer Langeweile oder Frustration, da diese Gehorsamsübungen immer wieder neu variiert werden können.

 

Unser Grundmotto ist in allen Bereichen: Qualität geht immer vor Quantität!

Aus diesem Grund sind alle unsere Kurse, sowohl im Welpen- als auch im Erwachsenenbereich, mit maximal 6 Hunden besetzt.
Dadurch sind wir in der Lage, bei jedem einzelnen Hund-Mensch-Team ganz speziell auf dessen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Probleme einzugehen und diese Teams erfolgreich bis ans Ziel einer fundierten Erziehung zu begleiten.

Wir würden uns freuen, wenn Ihnen unsere Ausbildungsmethode zusagt, und wir Sie in einem unserer nächsten Kurse persönlich begrüßen dürften.